Leistungsrückmeldung
Bilanz- und Zielgespräch (BZG)
Das Bilanz- und Zielgespräch findet halbjährlich zwischen Schüler*in und Mentor*in in Anwesenheit der Eltern statt. Anhand konkreter Fragestellungen bereitet der/die Jugendliche das Gespräch schriftlich vor. Ab dem SJ 22/23 sind diese Fragen auch im Logbuch zu finden. Die/der Schüler*in zieht selbstständig Bilanz zur Hälfte bzw. zum Ende des Schuljahres und erhält Rückmeldungen von den Fachlehrer*innen durch seine/ihre Mentor*in. Unterstützt durch die/den Mentor*in formuliert der/die Schüler*in gemeinsam neue Ziele. Die Ziele müssen nicht immer und vollständig ausschließlich schulische Inhalte umfassen. Sie können sich auch im außerschulischen Bereich gesetzt werden z.B. Sport, Musikinstrument, ehrenamtliches Engagement (z.B. Jugendrotkreuz, Feuerwehr, etc.).

Eltern und Mentor*innen nehmen im Gespräch eine unterstützende Rolle ein. Als Eltern laden wir Sie ein, Ihrem Kind im Bilanz- und Zielgespräch mit einer fragenden, offenen Haltung zuzuhören. Dies mag zunächst ungewohnt sein, da Sie vielleicht aus Ihren bisherigen Schulerfahrungen als Eltern nur die Elternsprechtage kennen, bei denen Sie in 10 Minuten all ihre persönlichen Fragen unterbringen müssen. Für das BZG sind 30 Minuten vorgesehen und im Zentrum steht Ihr Kind mit seinen Fragen und Antworten, seiner persönlichen Entwicklung, Anliegen und Bedürfnissen. Wir Mentor*innen und Sie als Eltern sind hier, um die Heranwachsenden auf ihrem Weg bestmöglich zu unterstützen. Daher sollen Rückmeldungen, sowohl von den Mentor*innen als auch von den Eltern, wertschätzend, ermutigend und motivierend sein.
Leistungsrückmeldungen
Während der Lerneinheit bekommen die Schüler*innen Feedback zum Lernprozess, in denen der Lern- und Arbeitsfortschritt in den jeweiligen Kompetenzen, sowie individuelle Stärken und Schwächen reflektiert werden. Dabei geht es nicht darum, einzelne Leistungsfortschritte zu bewerten, sondern die Lernenden dabei zu unterstützen, ihre eigene Leistungsbereitschaft sowie den tatsächlichen Lernfortschritt zu reflektieren und so eine sich stetig verbessernde Lern- und Arbeitshaltung zu etablieren.
Während und nach den Lerneinheiten schreiben die Lernenden in den Kernfächern kleine und große Gelingensnachweise (Tests), die auch bewertet werden. Diese sind dem Niveau der Lernenden angepasst und können zeitlich flexibel stattfinden. Diese Kompetenznachweise sind nicht nur durch (klassische) Tests, sondern auch Mittels Projektmitarbeit, Präsentationen etc. erbringbar.
Der Lernentwicklungsbericht ersetzt das Zeugnis und beginnt mit einer vom/von der Mentor*in verfassten allgemeinen Beurteilung des Lern- und Sozialverhaltens der/des Schüler*in. Darauf folgen qualitative Beurteilungen der in den jeweiligen Fächern und Clubs erreichten Kompetenzen, die mit einer Retrospektive inhaltlicher Art ergänzt werden. Hierdurch werden persönliche Stärken und Leistungen der Lernenden herausgestellt.
Ein gänzlich bewertungsfreies, jedoch wichtiges Feedback stellen die Coachinggespräche dar. In diesen werden das Lern- und Sozialverhalten, aber auch das allgemeine Befinden an der Schule sowie individuelle Lernstände thematisiert.
Generell verzichten wir auf das Bewerten von Leistungen mit Ziffernnoten. Falls gewünscht können Rückmeldungen auch mit Noten im jeweiligen Niveau gegeben werden.