Beziehungslernen
Beziehungslernen mit Intus³
Für eine neue und sich entwickelnde Schulkultur ist uns die Erweiterung unserer Beziehungskompetenzen sowohl unter allen Mitarbeiter*innen als auch bei unseren Schüler*innen sehr wichtig. Daher bildet sich das gesamte Kollegium in Bezug auf die eigenen Beziehungskompetenzen und die Fähigkeiten, das Potential in sich selbst und anderen – besonders unseren Schüler*innen – zu sehen, kontinuierlich fort.
Wir wollen unsere Achtsamkeit schulen, um eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle Kinder und Jugendlichen sowie alle Erwachsenen gesehen und wertgeschätzt fühlen.
Hierzu haben wir zum Beginn des SJ 21/22 das Trainingsprogramm von Intushochdrei Beziehungslernen begonnen. Es erstreckt sich über ein Jahr und wird von zwei Coaches begleitet.
Das Trainingsprogramm wurde entwickelt von Dr. Helga Breuninger und Prof. Wilfried Schley. Es entstand aus einem Projekt zum Beziehungslernen für Lehrkräfte an Gemeinschaftsschulen unterstützt vom Kultusministerium Baden-Württemberg.
Was genau bewirkt Beziehungslernen?
- Es schafft eine entspannte, positive Lernatmosphäre.
- Es wandelt den „Problemblick“ (auf Defizite ausgerichtet) zum „Potentialblick“ (auf Potential oder Fähigkeiten ausgerichtet).
- Es ermöglicht Bedürfnisse zu erkennen und Gefühle wahrzunehmen anstatt Verhalten zu bewerten und zu sanktionieren.
- Es stärkt Selbstwirksamkeit und Leistungsbereitschaft der Schüler*innen.
- Es fördert eine positive Fehlerkultur, indem Fehler nicht als Scheitern sondern als Lernchance wahrgenommen werden.
- Es hilft Lehrpersonen in oft unerwarteten, schwierigen schulischen Alltagssituationen achtsam, lösungsorientiert und selbstwirksam zu handeln.
Was bringen gelingende pädagogische Beziehungen den Schüler*innen und Lehrpersonen?
- Sie sind Grundlage für die Persönlichkeitsentwicklung von Schüler*innen und eine bedeutsame Lernvoraussetzung. Wie relevant die Beziehungsqualität zwischen Lehrenden / Lernbegleitern und Lernenden für den Lernerfolg ist, geht u.a. aus den Ergebnissen der Hattie-Studie hervor.
- Sie stärken Selbstvertrauen, Selbstkontrolle und Selbstwirksamkeit.
- Sie fördern Vertrauen zwischen allen Beteiligten – Lehrpersonen, Schüler*innen und Eltern.
- Sie halten Lehrkräfte gesund, indem sie Machtkämpfe und Stress reduzieren und damit die Gefahr des Burnouts.